13. 11. 2017

 

Pressemitteilung der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Straßen Im Suren Winkel/ Lindenweg/ Grüner Weg zu der Ortsbegehung in Adendorf am 11.11.2017,

11:00 bis 13:15 Uhr:

 

 

Straßenausbau im Suren Winkel – Gemeinde Adendorf ignoriert weiterhin die Interessen der Anwohner

 

Der offizielle Plan der Gemeinde Adendorf zum Ausbau der Straße Im Suren Winkel, der von ihr wegen des Antrages auf Fördermittel bei der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eingereicht worden ist,  sieht nunmehr vor, dass es auf der östlichen Seite der Straße keinen Gehweg mehr für die Anwohner und Bürger geben soll. In den Straßenabschnitten von Rauher Weg bis Steinweg, von Hausnummer 38 (hinter den Parkeinbuchtungen) bis  Ecke Am Bahndamm sowie von der Ecke Waldwinkel bis zu der Bushaltestelle an Meiers Wald soll es dann auf über 700 Metern keinen Gehweg mehr geben! Außerdem sollen 17 Eigentümerparteien Im Suren Winkel Grundstücksflächen zum Ausbau der Straße und eines Kreisels an der Kreuzung Im Suren Winkel/ Sandweg   opfern.

 

 Der Arbeitskreis der Initiative zur Verkehrsberuhigung Im Suren Winkel/ Lindenweg/ Grüner Weg informierte am letzten Samstag bei einer Ortsbegehung der Straßen die interessierten Anwohner und weitere Bürger der Gemeinde über die aktuellen Pläne zum Straßenausbau. Auf Einladung der Initiative waren auch der Behindertenbeauftragte Frank Schade und der Seniorenbeauftragte Detlef Molzen der Gemeinde Adendorf gekommen, außerdem Vertreter vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) Reinhard Hillmann), vom VCD (Verkehrsklub Deutschland) Hans-Christian Friedrichs, Anja Friedrichs und vom ACE (Auto Club Europa) Günter Schwarz.

Die neuen Pläne zum Ausbau der Straße Im Suren Winkel, auf dem ca. 900 m langen II. Bauabschnitt (von Ecke Von-Stauffenberg-Straße bis Ecke Rauher Weg) stoßen die Anwohner abermals vor den Kopf. Entgegen allen Versprechungen aus dem Rathaus hat keine Beteiligung der Anwohner stattgefunden. Die Polizei hat auf Anfrage der Initiative mitgeteilt, dass sie keine Stellungnahme abgeben werde, da von der Gemeinde Adendorf weder ein förmliches Beteiligungsverfahren eingeleitet und auch die Straßenverkehrsbehörde nicht beteiligt worden sei. Was bezweckt die Gemeinde Adendorf mit diesem Vorgehen hinter dem Rücken der Anwohner?

Für die anwesenden über 40 Teilnehmer der Ortsbegehung steht fest, dass der Wegfall der Gehwege in eklatanter Weise gegen die Verkehrssicherheit der Anwohner verstößt.  Der Vertreter des ADFC, Reinhard Hillmann, brachte im Rahmen eines Vortrages zur Sanierung der Straße Im Suren Winkel den Vorschlag ein, den Suren Winkel ab dem Kreuzungspunkt Sandweg/ In der Stube/ Am Bahndamm als Fahrradstraße bis zur Dorfstraße zu führen. Damit wäre dem Ansinnen der Gemeinde eine  Fahrradroute vom Lüner Wald über Schwarzer Weg, Am Bahndamm und Im Suren Winkel konsequent Rechnung getragen. Auch die Vertreter des VCD sprachen sich für diese Lösung aus und plädierten für eine Einführung von Tempo 30 im gesamten Gemeindegebiet.

 

Zum Abschluss der über zwei Stunden dauernden Veranstaltung stellte Reinhard Wolff klar, dass ein Ausbau des Suren Winkel in der von der Gemeinde Adendorf gedachten Variante schon daran scheitern wird, dass nach wie vor die Anwohner mehrheitlich keine Grundstücksflächen abgeben werden. Die Lösung kann deshalb nur sein, ein neues Verkehrskonzept zu entwickeln. Neben den Bürgern der Gemeinde sind daran die Polizei, das Busunternehmen KVG und die Vertreter der Senioren und Behinderten zu beteiligen.  Ziel sollte es sein, die Straßen Grüner Weg/ Lindenweg/ Im Suren Winkel  vom Durchgangsverkehr zu befreien. Beim „Ausbau“ des Suren Winkel muss die Maxime sein,  die Interessen von Anwohnern und allen Verkehrsteilnehmern – also auch der Fußgänger und Radfahrer - miteinander auszugleichen. Unsere Vorschläge liegen der Gemeinde Adendorf vor.

Replik zum nebenstehenden Artikel „Adendorfer kämpfen für ihren Bürgersteig“ aus der Lüneburger Landeszeitung (LZ) vom 21.11.2017:

 

Der Aussage von Bürgermeister Thomas Maack, bei dem Ausbauplan „Im Suren Winkel“ (Planung ohne einen Bürgersteig in drei Abschnitten auf über 700 Metern an der Ostseite der Straße), es handele  sich dabei „nur um eine von mehreren Überlegungen der Verwaltung“ ist zu widersprechen. Denn schließlich ist genau dieser Ausbauplan Grundlage des Antrages der Gemeinde Adendorf vom Februar 2017 zur Erlangung von Fördermitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Dieser Antrag der Gemeinde Adendorf ist nicht mit der erforderlichen Zustimmung der Anwohner und der zu beteiligenden öffentlichen Stellen, wie Straßenverkehrsbehörde, Polizei u. a.) beim Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr eingereicht worden. Damit liegt ein offizieller Antrag der Gemeinde Adendorf zur Erlangung von öffentlichen Fördermitteln nach dem Landesgesetz vor. Dass es sich bei diesem Antrag um einen unvollständigen und möglicherweise mit Verfahrensfehlern behafteten Antrag handelt, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall werden aber so Kosten ohne Ende produziert: Für Verwaltungsarbeiten sowohl in der Gemeindeverwaltung als in der Landesbehörde . Hinzu kommen weitere Kosten für die Planungsbüros mit Straßen- und Verkehrsplanern.

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© Christina Wittkop